Wer ein Motorrad von Benelli kauft, den erwartet Technik von einem der traditionsreichsten Hersteller aus der Motorradbranche. Die Firma Benelli wurde nämlich bereits im Jahre 1911 im italienischen Pesaro nahe Rimini gegründet. Schon zu Beginn der 1920er Jahre fertigten die Italiener Motorräder in Serienproduktion – heute sind diese Modelle natürlich begehrte Kult- und Sammlerobjekte. Ende der 1960er Jahre konnte Benelli noch den Gewinn der Motorrad-Weltmeisterschaft feiern, bevor dann krisenhafte Zeiten für den Motorradhersteller anbrachen. Zunächst übernahm Alejandro de Tomas das Unternehmen (1971), es folgte einige Jahre später die Vorstellung der legendären Benelli 750 Sei als Maschine mit Sechstzylindermotor, die allerdings gewisse Ähnlichkeiten mit der Motorisierung des Konkurrenten
Honda aufwies. Sodann sank die Nachfrage nach den italienischen Vehikeln auf ein Minimum, sodass Benelli die Motorradproduktion in den 1980er Jahren auf Eis legen musste. Unter Andrea Merloni wagte man Anfang der 1990er Jahre einen Neuanfang: Erfolge konnten nicht nur mit der Herstellung von Scootern errungen werden, sondern auch mit den Modellen Tornado Tre 900 oder der TNT. 2005 erwarb der chinesische Konkurrent Qianjiang das Unternehmen Benelli – die Marke soll, trotzdem Produktionsstandorte teilweise ins Ausland verlagert wurden, allerdings auch in den kommenden Jahren Bestand haben. Insbesondere in der Herstellung von Motorrollern darf weiteres Engagement erwartet werden.