Durch gezielte Bremskraftverteilung verhindert das Antiblockiersystem (ABS) den Stillstand einzelner Räder während des Bremsens. So gewährt es eine größere Stabilität, Beherrschbarkeit und Lenkbarkeit des Fahrzeugs insbesondere beim Abbremsen auf rutschigem Untergrund und bei Vollbremsungen.
Neben der verbesserten Lenkbarkeit kann das ABS auch positiv auf die Länge des Bremsweges wirken. Je nach Situation reguliert es den
Schlupf jedes Rades, um optimale Verzögerungswerte zu erreichen.
Wurden bis vor einigen Jahren noch ABS verwendet, die nur die beiden Vorderräder einzeln und die hinteren gemeinsam ansteuerten (3-Kanal-ABS), sind in aktuellen Fahrzeugen 4-Kanal-Syteme verbaut, die alle vier Räder einzeln überwachen.
Der Gegenspieler des ABS ist das
ASR. Es reguliert den Radschlupf bei Beschleunigungsprozessen.